Sonntagmorgen starteten 21 Schüler:innen und 3 Lehrkräfte noch alle etwas verschlafen, aber mit Vorfreude auf die nächsten Tage, am Wuppertaler Hauptbahnhof Richtung Balderschwang. Bei gutem Wetter und nach einer doch recht schnell vergehenden Bahnfahrt kamen alle gegen 16 Uhr in Balderschwang an und gingen das letzte Stück zu Fuß zu unserer Hütte. Gemeinsam wurde die Unterkunft für die kommende Woche gerichtet.

An den ersten beiden Tagen wurde jede Menge Tannen in einem recht steilen Gelände vor Verbiss durch die Rehe geschützt. Was für den ein oder anderen wie zielloses Umherirren im Wald aussah, war ein gezieltes Suchen von Jungtannen, die durch die Schüler:innen auf zwei verschiedene Arten geschützt wurden. Auspowern konnten die Jugendlichen außerdem bei dem Bau eines neuen Wanderwegs, der Urlauber:innen sowie Förster:innen und Jäger:innen bequemer durch das Gelände bringt. Nach 2,5 Tagen verkündeten die Kinder stolz, dass der 250 Meter lange Weg fertig ist. Und wer danach immer noch zu viel Kraft hatte, konnte diese bei der Entforstung los werden.

Entforsten – Bäume fällen? Im Bergwaldprojekt? Das klingt ja erst einmal total unlogisch. Nachdem die Gründe erläutert wurden, fiel das Fällen der Bäume im Moor zwar immer noch schwer, aber damit das Moor nicht ganz verschwindet hat, man leider keine andere Wahl. An anderer Stelle wurden einige Bäume gepflanzt. Das gute Gefühl einiges geschafft zu haben, die tollen Aussichten und das gute Essen entschädigten auch für das frühe Aufstehen. Für einige ist klar: „Nächstes Jahr fahre ich wieder mit!“

Heute, am Mittwoch, zeigte sich Balderschwang von der typischen Seite – Regen. Daher wurde der Arbeitstag verkürzt und nun werden gemeinsam Gesellschaftsspiele gespielt.

Text: Katja Roeßmann, Bilder: Katja Roeßmann und Manuel Börner